"Es war ein schleichender Prozess, der sich dadurch geäußert hat, dass ich alles lauter gestellt habe, um Sachen überhaupt zu hören", sagt Michael.
"Höhere Töne waren immer schwierig, zum Beispiel wenn die Spülmaschine signalisierte, dass sie fertig ist. Die hohen Töne der Vögel habe ich nicht gehört. Deswegen ist mir aufgefallen, dass ich ein Problem habe." "Es gab Situationen, denen ich aus dem Weg ging", fährt Michael fort. "Wenn es Gruppengespräche gab, konnte ich nicht hören, was mein Nachbar neben mir sagte. Teilweise habe ich sogar meinen Nachbarn gefragt, was eine andere Person gesagt hat, die mir gegenüber saß. Ohne Hörgeräte war es anstrengender. Man hat sich auch teilweise ausgeklinkt – muss man zugeben – aus Gesprächen, weil es eben ermüdend war." "Mit den Hörgeräten hat sich alles geändert. Es ist hervorragend. Jetzt bin ich wieder voll integriert in Gesprächen."
Wenn ich mit Freunden oder mit der Familie koche, bin ich nicht mehr in meiner eigenen Sphäre, sondern allein mit meinen Gedanken, weil ich die anderen nicht hören kann. Jetzt kann ich alle wieder hören.


